Die 17 engagiertesten Kindheitspädagog*innen aus unserer Community

Das sagen die Kindheitspädagog*innen aus unserer Facebook-Community über ihren Beruf:

Will ich werden KindheitspaedagoginElisabeth:
Ich selbst bin zwar noch im letzten Semester meines Studiums zur Kindheitspädagogin, aber ich hab in den letzten Jahren Studium gemerkt, dass ich mich als pädaogische Fachkraft kontinuierlich weiter entwickle und eine Bereicherung für mein Team sein ka
nn. Ich habe in der Kita geforscht, bildungspolitisch und am Kind, kann Forschungsergebnisse fachlich auswerten und mit den Ergebnissen arbeiten, stelle Theorie-Praxis-Bezüge aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse und Studien her, reflektiere bewusst mich und die pädagogisch-didaktische Arbeit und entwickle darauf basierend auch neue Konzepte und evaluiere Qualitätsprozesse.
Als akademisierte Fachkraft kann ich mein fachspezifisch vertieftes Wissen optimal einbringen in einem Berufsalltag, in welchem Pädagogen mit einer Vielzahl neuer Herausforderungen und Aufgaben konfrontiert sind. Wir sind Spezialisten für Kinder von 0-12 Jahren! 

Jan-Peter:
Ich arbeite mit Kindern und Jugendlichen. Das eigenständige Studium finde ich sehr wichtig, da es dieser wichtigen Phase in der Entwicklung von Kindern durch eine noch höherwertige Ausbildung / Studium Rechnung trägt.

Isabell:
Ich selbst stecke noch im Studium der Frühkindlichen Bildung und Erziehung. Durch meinen wöchentlichen Praxistag und das bevorstehende Praxissemster bin ich in den Alltag einer KiTa während meines Studiums involviert. Dabei merke ich immer wieder wie breit unser Wissen gefächert ist und was wir während unseres Studium alles lernen!! Diese Leistungen sollten endlich mal anerkannt werden!

Michel:
Ich habe mich für den Beruf des Kindheitspädagogen entschieden, weil es ein akademisierter Beruf mit Studienabschluss ist, ich aber ERZIEHERisch und wertschätzend mit den Kindern arbeiten kann.

Julia:
Ich stecke im Moment mitten im Studium Kindheitspädagogik und merke schon jetzt wie breit unser Studium aufgestellt ist. Von Theorie und Geschichte über Entwicklungspsychologie bis hin zu wissenschaftlichem Arbeiten. Im Sommer geht es in ein 6 monatige
s Praktikum und ich bin schon sehr gespannt darauf dieses Wissen praktisch anwenden zu können.Ich denke auch, dass besondes diese Kombination aus dem Wissen über Forschung, Theorie und Wissenschaft zusammen mit der Praxiserfahrung den Beruf des/der Kindheitspädagogen*Innen ausmacht und jedes pädagogische Team bereichern kann.

Martin:
Ich studiere „Frühkindliche Bildung, B.A.“ im 2. Fachsemester und bin überwältigt, was ich bis jetzt schon an Wissen erlangt habe. Wenn ich bedenke, dass ich noch am Anfang
bin, kann ich es kaum abwarten!! Es ist ein gelungener Mix von Theorie und praxisnaher Arbeit (Simulierter Kitaraum auf dem Campus). Bereits jetzt kann ich schon in einigen Bereichen mitreden, weil es richtig schön in Tiefe geht. Ich weiß nicht genau, wo mich der Weg hinbringen wird, in die Kita, Grundschule, Hort oder ins Jugendamt oder sogar in die Politik. Ich bin mir aber absolut sicher, dass das die richtige Entscheidung war, dieses Studium zu beginnen. Und wenn ich so lese was die anderen schreiben, bestätigt mich das. Ich freue mich auf weitere 2,5 Jahre Studium um dann endlich ein Kindheitspädagoge zu sein!! Unser Arbeitsfeld ist so richtig breit aufgestellt und mit fundierter Theorie gefüllt, ich freue mich jetzt schon auf mein späteres Arbeitsleben! Übrigens ist der Männeranteil in unserem Studiengang rund 10 %!

Josefine:
Ich habe vor fast einem Jahr mein Studium abgeschlossen und arbeite nun seit 8 Monaten in einer freien Kita. Mein Studium selbst hat mir viele Möglichkeiten eröffnet, so habe ich zum Beispiel ein Praktikum in Irland absolviert, verschieden Veranstaltungen mitgestaltet und viele Kontakte geknüpft. Der Einstieg in das „echte“ Berufsleben war viel leider schwerer aus als ich es mir erhofft habe. So kannten viele potenzielle Arbeitgeber den Studiengang nicht einmal oder gingen von einer Überqualifizierung aus.

Quelle: http://on.fb.me/1HnleNe

Quelle: http://on.fb.me/1HnleNe

Lara Maria:
Ich studiere noch im letzten Bachelorsemester Kindheitspädagogik und habe mich bereits für ein anschließendes Masterstudium entschieden. An diesem Beruf gefällt mir besonders die Möglichkeit, kindliches Verhalten und Tun wissenschaftlich zu untersuchen
und damit die Kindheitspädagogik weiter zu entwickeln. Aber auch die Praxis am Kind selbst hat mich in den studienbegleitenden Praktika begeistert. Auch in meinem späteren Berufsleben möchte ich, ähnlich wie im Studium, versuchen, wissenschaftliche Theorien mit praktischem Arbeiten in einer Kindertageseinrichtung zu verknüpfen, um nicht den Bezug zu verlieren.

Susanne:
Als ich mein Studium der „Frühkindlichen Bildung und Erziehung“ begonnen habe, war mein Plan, in Zukunft mit Kindern zu arbeiten und sie in ihrer Entwicklung zu begleiten. Nun bin ich mittlerweile kurz vor dem Abschluss meines Bachelors und bin überrascht und auch überwältigt, was ich in diesen drei Jahren alles gelernt habe über das kindliche Verhalten, seine Entwicklung, wie Kinder sich bilden und und und. .. aber auch was sonst noch zu diesem Berufsfeld dazugehört: die Arbeit mit Eltern, die rechtliche Absicherung, die Bedeutung guter Kommunikation mit allen Beteiligten und noch vieles mehr. Für mich ist es genau der Beruf, der passt. Darum hoffe ich auf gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung der sozialen Berufe in den nächsten Jahren!

Alexa:
Ich bin im vierten Semester der Kindheitspädagogik an einer anthroposophischen Hochschule. Dies hat als Hintergrund mein Erststudium zur Waldorfpädagogin. Nachdem ich nach kurzer, aber intentsiver Berufstätigkeit feststellen konnte, was vielen Kindern
in der ersten Klasse bereits fehlt, entschied ich mich, mich fundiert und wissenschaftlich mit den Vorschulkinder zu beschäftigen und wählte das Studium zur Kindheitspädagogin. Ich wusste zum einen, dass dieses Studium zu einer Randgruppe gehört, was mich aber nicht davon abhielt. Viel mehr noch. Ich wusste, dass ich von einer Randgruppe in die nächste stolpern würde. Da wir uns jedoch in unserer Gesellschaft immer mehr im Umruch befinden und die Anforderungen immer mehr steigen, wusste ich, dass es die richtige Entscheidung sei. Der anthroposophische Hintergrund äußert sich soweit, als dass ich abschließend in waldorfpädagogischen oder kommunalen Einrichtungen arbeiten kann. Um jedoch auf das eigentliche Thema zurück zu kommen: In einer Welt, in der sich stetig alles verändert, die Medien eine immer größere Rolle, siehe hier, spielen, ist es wichtig, dass wir denen, die unsere meiste Hilfe benötigen, nämlich den Kindern, alles bieten, was in unserer Macht steht. Durch persönliche Lebensumstände der Erziehungsberechtigten (und/ oder Eltern), ist die Kita, der Hort oder ähnliche Einrichtungen, ein Ort, der in den ersten Lebensjahren der Kinder potentiell wichtig ist. Durch die steigende Berufstätigkeiten der Eltern, weil es manchmal gar nicht möglich ist, Beruf und Kinder bestmöglich miteinander zu verbinden, müssen wir (und da zähle ich die Erzieher selbstverständlich zu), bestmögliche Arbeit leisten. Ich finde, es geht nicht darum, Erzieher abzuwerten und nicht zu sehen, welche Arbeit sie tagtäglich vollziehen, sondern es geht darum, auf dieser Arbeit aufzubauen und sich gegenseitig zu unterstützen. Mein Studium ist eine fundierte, wissenschaftliche, aber vor allem auch praxisnahe Ausbildung. Anders als oft vermutet, verbringe ich die meiste Zeit in Einrichtungen, denn was hilft die ganze Wissenschaft, wenn ich die „Wahrheit des Kindes“ nicht sehe und fühle. Nichts desto trotz ist das Studium und eine Erzieherausbildung nicht zu vergleichen, aber das soll man auch gar nicht. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich Theorie und Praxis bestmöglich miteinander verbinden kann. Ich kann Bezüge zu einander herstellen und mit diesen in die fundierte Arbeit/ Austausch mit Kollegen und Eltern kommen. Mit dem Studium leiste ich eine Weiterentwicklung der Pädagogik von Kindern von 0- 12 Jahren. Gerade im Wettbewerb mit anderen europäischen Ländern, ist ein akademisierter Abschluss absolut notwendig.

Grazyna:
Ich studiere im 8.Semester Bildung und Erziehung in der Kindheit, es ist ein super cooler Studiengang, der sehr breit gefächert ist. Familienberatung, Management und Kompetenzförderung gehören zu den Schwerpunkten. Eine Auseinandersetzung und Betrachtung Internationaler Bildungspläne sowie eine Auslandsexkursion zählen ebenfalls zum Studium und ermöglichen einen internationalen Vergleich. Die Einsatzfelder für Kindheitspädagog*innen könnten denkbar groß sein! Könnten, denn leider sind Kindheitspädagog*innen vielen unbekannt. Die Bezahlung in der Praxis ist auch oft nicht auf Bachelorniveau. Daher haben wir in Hamburg uns zusammengetan und haben eine Arbeitsgruppe gegründet. Ich finde es spannend, mich politisch mit einzubringen, um auf der einen Seite mich für unsere Profession einzusetzen und zum anderen Möglichkeiten zu suchen, um das Mandat für das Kind zu ergreifen. Denn Kindheitspädagog*innen haben fundiertes Wissen und können durchaus es auch politisch nutzen. Wer, wenn nicht wir, ist Experte auf diesem Gebiet?! Kindheitspädagogik kann nicht jeder!

Miriam:
Ich bin auch KiPäd, arbeite seit etwa einem Jahr (nach meinem Bachelor-Abschluss) und muss mich der Meinung anschliessen, dass sich das Studium lohnt. Erstens für meinen persönlichen und zweitens für den professionellen Hintergrund. Der Blick auf die Arbeit mit Kindern ist geschärfter und wird durch das Studium weiter entwickelt, als in der herkömmlichen Ausbildung, alleine schon daher, da wir wissenschaftlich arbeiten und lernen. Selber kritisch zu sein, zu reflektieren und nie aufzuhören ‘warum?’ zu fragen, ergibt für mich in diesem Berufsfeld großen Sinn. Durch das Studium fühle ich mich befähigt, weiter als nur bis zur nächsten vollen Windel zu denken. Auch den Theorie-Praxis-Transfer kann ich in meinem Berufsleben derzeit eins-zu-eins erleben und da fühle ich mich durch mein Studium sehr gut ausgerüstet. Mein Fazit (nach einem kurzen Berufsleben bis jetzt) lautet, dass die Praxis die Theorien sehr gut wiederspiegelt und mindestens genauso wichtig ist, wie das Studium. Beides bedingt sich gegenseitig. Und beidem gebührt Respekt.

Ivana:
Ich selbst bin zwar erst im 5. Semester des Bachelor Studiengangs Bildung und Erziehung im Kindesalter, sehe aber bereits wie sehr man bemüht ist, uns in die Tiefe der Materie zu begleiten. Unseren Dozenten ist es unwahrscheinlich wichtig, die fachliche
Theorie mit uns so grundlegend und praxisbezogen zu erarbeiten, damit wir sie ausleben können. Ich selbst liebe Module wie Neurologie und Säuglingsforschung. Nach jeder Vorlesung komme ich mit neuem Wissen heraus und habe eine enormen Wissenshunger. Zusammenfassend liegen unsere Arbeitsschwerpunkte in der Präventionsarbeit, im Krisenmanagement, in der Organisations- und Leitungsstruktur, der Forschungsebene, Beratungstätigkeiten, sowie in der Weiterentwicklung pädagogischer Methoden und der Qualität der Zusammenarbeit im Team durch Eigenreflexion und Kommunikationsmethoden. Ich merke gerade, dass es eigentlich unmöglich ist, unser Arbeitsumfeld konkret zu umfassen. Es gibt viele kleine Nebenbereiche wo Kindheitspädagogen mitwirken können.

Sabine:
Ich habe mein Studium „B.A. Elementarpädagogik“ an der evangelischen Fachhochschule in Bochum (
Evangelische Fachhochschule RWL) im Dezember 2010 abgeschlossen. Seit August 2011 bin ich Leitung einer KiTa/eines Familienzentrums (
Ev. Trinitatis-KiTa Bochum & Ev. Familienzentrum). Mein Wunsch war es, mich nach der Ausbildung zur staatl. anerkannten Erzieherin in wissenschaftlichen Arbeitsweisen zu üben, mein theoretisches Fachwissen umfangreich zu erweitern und mich angemessen für Leitungsaufgaben zu qualifizieren. Ich kann sowohl die Fachhochschule als auch den Studiengang nur empfehlen!

Tresa:
Ich habe meinen Bachelor in Kindheitspädagogik fast fertig. Gebe gleich meine Bachelorarbeit in Druck und finde, dass es ein toller Beruf ist, weil man nicht nur mit Kindern zusammenarbeitet und diese begleiten darf, sondern auch das ganze System rund um Gesellschaft und Familie mit im Blick hat und so sehr vielfältig agieren kann und muss. Der Job ist toll, weil man Kinder in kindheitspädagogischen Bereichen und Zusammenhängen noch als Individuuen erleben, behandeln und begleiten darf. Das Studium hat mir vor allen Dingen sehr, sehr viel für meine Persönlichkeit und meine pädagogische Haltung gebracht!

Chris:
Ich habe an der Ev. Hochschule Freiburg studiert und habe seit Februar meinen Abschluss und darf mich Kindheitspädagoge nennen. Ich war nach meinem freiwilligen Jahr total glücklich, dass ich etwas in diese Richtung studieren konnte.
Ich hab
e während meines Studiums unglaublich viel für meinen persönlichen Lebensweg gelernt und habe auch meine Kindheit mit anderen Augen gesehen. Ich würde sagen, dass ich mich in den letzten Jahren enorm entwickelt habe, und das habe ich auch dem Studium zu verdanken. Gerade auch in Freiburg haben wir viele Praxisphasen, die wir auch im Ausland machen können. Außerdem habe ich mich im Studium mit unglaublich vielen Theorien auseinandergesetzt, habe gelernt, andere Menschen besser zu verstehen und Menschen mit ganz anderen Augen zu sehen. Zwar sagt man immer, Theorie und Praxis liegen weit auseinander. Aber mittlerweile denke ich, dass diese ganzen Theorien so viel in der pädagogischen Arbeit erklären und den Blick enorm weiten. Weiterhin ist es einfach genial, sich vertieft mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen, die einen wirklich interessieren. Ich habe während des Studiums einen richtigen Wissensdurst entwickelt, zu so ziemlich allen pädagogischen Themen. Es ist einfach super, sich so weiterbilden zu können, und zu sehen, was sich Pädagogen im Laufe der Zeit gedacht haben, und was sie erforscht haben. Auch selbst forschen zu können, zeichnet den Kindheitspädagogen aus. Aber auch die Aufstiegschancen und Karrierechancen sind vielfältig. Es ist nicht nur die Kita oder das Jugendamt oder der Hort, für die wir uns qualifizieren. Wir können uns unsere Nischen schaffen und Karrieren einschlagen, die ganz unseren Interessen entsprechen.
Ich freue mich schon auf meinen ersten Job, und habe auch keine Bedenken, dass es zu Problemen wegen meines Studiums kommt. Bisher war es eher ein Geben und Nehmen mit Kollegen, auf professioneller Ebene und mit dem Gedanken, dass man von jedem etwas für den eigenen Weg lernen kann.

Mehr Infos zur Aktion „Kindheitspädagog_innen verdienen Anerkennung“:
Der Sozial- und Erziehungsdienst streikt und macht deutlich, dass er mehr Anerkennung und eine entsprechende Bezahlung verdient. Neben den Erzieher_innen streiken unter anderem auch die Sozialpädagog_innen und die Heilpädagog_innen. Die Kindheitspädagog_innen, eine weitere Berufsgruppe, gehört ebenfalls dazu. Wir gehen jedoch in der Masse unter, da wir (noch) einen kleinen Teil ausmachen und zu schlecht organisiert sind. Darüber hinaus kennen selbst viele Arbeitgeber den Beruf der Kindheitspädagog_innen nicht, weswegen nur vereinzelt ausgeschriebene Stellenangebote existieren.

Genau so schwer haben es Kindheitspädagog_innen, die sich noch im Studium befinden. Bei der Suche nach Praktika, welche die Studenten studienbegleitend absolvieren müssen, werden sie nicht selten von vornherein abgelehnt. Oft liegt das daran, dass die Arbeitgeber diese Praktikumsstellen lieber an Studenten aus anderen erziehungs- und sozialwissenschaftlichen Studiengängen vergeben. Ein weiterer Grund für die Unkenntnis über Kindheitspädagog_innen ist, dass unsere Berufsgruppe im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes immer noch nicht berücksichtigt wurde und in keiner eigenen Entgeltgruppe eingeteilt ist.

Aus diesem Grund haben sich einige Kindheitspädagog_innen dazu entschieden, an einer Internetaktion zum Bekanntmachen des Berufsbildes teilzunehmen. Dazu haben wir Bilder mit Slogans entworfen, welche die Anerkennung der Kindheitspädagog_innen fordern. Unter dem Bild sollte außerdem ein individueller Teil verfasst werden, um deutlich zu machen, in welchen Arbeitsfeldern wir arbeiten können und welchen Zweck wir im kindlichen Bereich erfüllen. Diese Informationen wurden dann auf den Facebook-Seiten von Gewerkschaften, (potenziellen) Arbeitgebern und Zeitungen, die über den Streik im Sozial- und Erziehungsdienst berichten, gepostet.

Der Grundgedanke der Aktion war, der Öffentlichkeit, den (potenziellen) Arbeitgebern und den Gewerkschaften zu zeigen, dass Kindheitspädagog_innen sich zusammenschließen können und sich für ihren Beruf einsetzen. Außerdem wollten wir zeigen, dass wir ein wissenschaftlich fundiertes Studium genossen haben, welches uns für sehr viele Arbeitsfelder qualifiziert. Durch den individuellen Text kamen Informationen über die verschiedenen Berufswege und Berufswünsche der Kindheitspädagog_innen hinzu, von denen noch zu wenige wissen. Deswegen ist es wichtig auf uns aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass wir es ebenfalls verdienen, namentlich in den Tarifvertrag aufgenommen zu werden.

von Martha Morgue

Azubine Maja

Veröffentlicht von

34 Jahre alt, Referentin Jugendkommunikation Online beim DW EKD

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Moin,
    ich bin auch KiPäd, arbeite seit etwa einem Jahr (nach meinem Bachelor-Abschluss) und muss mich der Meinung anschliessen, dass sich das Studium lohnt. Erstens für meinen persönlichen und zweitens für den professionellen Hintergrund. Der Blick auf die Arbeit mit Kindern ist geschärfter und wird durch das Studium weiter entwickelt, als in der herkömmlichen Ausbildung, alleine schon daher, da wir wissenschaftlich arbeiten und lernen. Selber kritisch zu sein, zu reflektieren und nie aufhören ‚warum?‘ zu fragen, ergibt für mich in diesem Berufsfeld großen Sinn.
    Durch das Studium fühle ich mich befähigt, weiter als nur bis zur nächsten vollen Windel zu denken. Auch den Theorie-Praxis-Transfer kann ich in meinem Berufsleben derzeit eins-zu-eins erleben und da fühle ich mich durch mein Studium sehr gut ausgerüstet. Mein Fazit ( nach einem kurzen Berufsleben bis jetzt ) lautet, dass die Praxis die Theorien sehr gut wiederspiegelt und mindestens genauso wichtig ist, wie das Studium. Beides bedingt sich gegenseitig. Und beidem gebührt Respekt.

    • Azubine Maja

      Hey Miriam, danke für deinen Beitrag! Wir haben ihn auch gleich oben im Artikel mit aufgenommen! Und wenn du als Dankeschön ein Überraschungspaket haben möchtest, mail uns deine Anschrift an sozialeberufe@diakonie.de! LG, Maja

  2. Hallo,

    auch ich bin eine Kindheitspädagogin, habe in Baden-Württemberg studiert und bin nun bereits seit über zwei Jahre im Beruf. Das Studium selbst, ist sehr toll und breit gefächert, es hat Spaß gemacht zu studieren und das erlernte Wissen lässt sich super in der Praxis anwenden. Ein Gefühl der Professionalität kommt mit dem Bachelor-Zeugnis in der Hand. Doch das ist nur die eine Seite. In der Praxis fehlt die Anerkennung bei den Einrichtungen sowie in der Politik. Die Stellenausschreibungen für Kindheitspädagogen sind selten, die Bezahlung zu gering. Wenn ich die Zeitung aufschlage und das Internet durchforste, finde ich etliche Ausschreibungen für Erzieherinnen, sehr gerne wirst du auch als Kindheitspädagogin zu den Vorstellungsgesprächen eingeladen, aber dafür bezahlen wollen sie dich nicht. Du sollst als Erzieherin arbeiten und dementsprechend bezahlt werden. Ansonsten finde ich sehr viele Stellen für Heil- oder Sozialpädagogen, für welche wir wieder rum nicht ausreichend studiert sind. Das heißt, mit älteren Jugendlichen/Kindern zu arbeiten sind wir nicht qualifiziert worden. Damals im Studium haben die Dozenten immer gemeint, wir hätten eine große Bandbreite an Möglichkeiten in der Zukunft, leider ist die Theorie von der Praxis jedoch hierbei Weit entfernt und die Wertschätzung ein Abitur und Studium gemacht zu haben, wird nicht mit einem höheren Gehalt entgegengebracht.

    • Azubine Maja

      Hallo Line, es tut mir leid, dass du keine guten Erfahrungen gemacht hast! Der Bachelorabschluss ist eine Art Zwischenabschluss (Halbzeit im Studium), damit kann man in den wenigsten Fächern mehr verdienen als es der entsprechende Ausbildungsberuf ermöglicht. Aber der Bachelorabschluss eröffnet einem die Möglichkeit (evtl. nach einigen Jahren Berufserfahrung) den Master draufzusetzen. Das ist dann erst der „echte“ Hochschulabschluss vergleichbar mit dem Magister oder Diplom früher, Und damit hat man dann eindeutig mehr Möglichkeiten und besser Stellen mit besserer Bezahlung. Man kann in die Wissenschaft, ins Management oder in die Lehre gehen, also Forscher, Einrichtungsleiter werden oder selber Erzieher ausbilden: http://www.soziale-berufe.com/masterstudiengaenge. Bei einer Befragung von drei Jahrgängen unserer Master Kindheitspädagogik-Absolventen der Ev. Hochschule Freiburg kam heraus: Die Absolvent*innen haben schnell ihren Berufseinstieg geschafft und nach rund 2,7 Monaten ihre erste Stelle angetreten. Mehrheitlich würden sie den Studiengang im Bekanntenkreis weiterempfehlen. http://www.eh-freiburg.de/news-detail/gute-noten-fuer-master-bildung-und-erziehung/487. LG, Maja

    • Azubine Maja

      Hallo Vali, es gibt keine einheitlichen gesetzlichen Vorgaben in Deutschland. Vielmehr regeln das die Bundesländer in den entsprechenden Gesetzen und Vorschriften eigenständig. Die Regeln ändern sich häufig. Der Betreuungsschlüssel sagt aus, wie viele Mitarbeitende im Durchschnitt (also nicht unbedingt immer gleichzeitig!) für wie viele Kinder zur Verfügung stehen sollen. Dabei kommt es auch auf die Qualifikation der eingesetzten Personen (Praktikanten, Azubis, Hilfskräfte, ErzieherInnen, SozialpädagogInnen etc.), die Altersgruppe der Kinder und wie gesagt die Vorgaben der Bundesländern an. Auch die Berechnungsweise unterscheiden sich: teilweise wird danach geschaut, wie viele Mitarbeitende für eine Gruppe (mit Minimal- und Höchstzahl) zur Verfügung stehen sollen, teilweise geht es um die ganz konkrete Fachkraft-Kind-Relation. Unsere Träger und Einrichtungen haben auf diese Vorgaben keinen unmittelbaren Einfluss. LG, Maja

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