Her mit der Stichsäge! – Neue Erfahrungen im FSJ (15.7.13)

Jede neue Herausforderung ist ein Tor zu neuen Erfahrungen.“ (Ernst Ferstl) Wer neue Erfahrungen sammeln möchte, an seine Grenzen stoßen und über sich hinauswachsen will, der sollte die Herausforderung suchen. Denn aus neuem können wir lernen und uns weiterentwickeln. Das was wir ständig machen kann zwar optimiert werden und hat sicherlich auch einen Lerneffekt, doch etwas Neues zu wagen, sich auszuprobieren, es zu schaffen oder vielleicht auch zu scheitern, das bringt uns wirklich nach vorne.

Michelle 1Hallo ihr Lieben, im letzten Blog habe ich über Produktivität geschrieben, davon etwas zu erschaffen, vor allem etwas das bleibt, auch wenn ich die integrative KiTa „Elfriede Westphal“ schon verlassen habe. Diese Woche habe ich ein neues Projekt angefangen, das eine Herausforderung für mich war. Ich habe zwar schon viel verschiedenes Kreatives entwickelt, mit den unterschiedlichstes Materialien, Farben und  Zielen, aber handwerklich bin ich total unerfahren. Bei diesem Werk bin ich quasi über mich selbst hinausgewachsen.

In meiner Gruppe haben wir seit vielen Jahren einen Kalender in Form eines Zirkus, mit den Geburtstagen der Kinder. Man sieht ihm sein Alter schon an und außerdem fehlt die Verbindung zu unserer Gruppe. Meine Anleiterin und eine Kollegin aus der Katzengruppe hatten genau diese Gedanken und entwickelten die Idee einen neuen zu machen. Und zwar einen großen Igel auf einer Holzplatte, mit Bilderrahmen, in denen Fotos und die Geburtsdaten der Kinder sind.

Meine Anleiterin dachte sich schon dass ich mich sehr über diese Aufgabe freuen würde und sie gut umsetzen kann, sodass sie mir gleich den Auftrag gab, den ich freudig annahm. Zusammen suchten wir die größte Holzplatte raus die wir da hatten und schon legte ich los. Ich zeichnete den Igel zunächst auf und maß die Platte aus, damit später auch Platz für 15 Bilderrahmen blieb. Dann war auch schon Feierabend.  Abends dachte ich über das Projekt nach und stellte es mir viel schöner vor, wenn die gesamte Platte die Form eines Igels hätte. Am nächsten Tag sprach ich das gleich ab und mir wurde komplett freie Hand gelassen. Ich zog mich in die Kreativwerkstatt zurück und suchte alle Schränke durch und fand fast alles, also begann das Abenteuer für mich.

IgelbastelnIch hatte noch nie zuvor eine Stichsäge oder eine Schleifmaschine in der Hand, doch ich stellte mich einfach der Herausforderung und legte los. Ich probierte vorsichtig bis alles klappte. Also sägte ich erst den Igel aus, dann schliff ich die gesplitterten Kanten, schraubte noch Arme und Beine an den Igel, malte alles mit Acrylfarben an und platzierte die Bilderrahmen. Das ist schnell gelesen, doch hat umso länger in der Umsetzung gedauert. Viele Stunden verbrachte ich in der Kreativwerkstatt und arbeitete dabei teilweise noch parallel. Es lagen noch Zeichnungen für Abschiedsgeschenke und Hüllen für die Foto-CDs der Schulkinder an, die ich in den Trocknungsphasen der Acrylfarben machte.

Alle diese Aufgaben haben großen Spaß gemacht und auf das Ergebnis bin ich unglaublich stolz, doch ich freue mich auch mal wieder einen ganzen Tag mit den Kindern zu verbringen, denn in letzter Zeit war ich immer sehr beschäftigt und hab meistens nicht an den Kreisen oder an den Mahlzeiten teilgenommen.

Doch ich kann nur empfehlen:  Nehmt Herausforderungen an und scheut nicht sie umzusetzen, auch wenn es völlig neu für euch ist. Es ist nicht wesentlich ob das Ergebnis super oder nur mittelmäßig wird, denn Erfahrungen sammelt ihr dadurch so oder so. Aber wenn es gelingt, dann seid ihr umso stolzer auf euch! 🙂 Liebste Grüße, Michelle! 🙂

 

 

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