Respekt und Annerkennung: Umfrage zum Aktionstag Altenpflege (19.3.14)

Oliver 2Hallo alle! Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, was andere über euren Berufswunsch bzw. erlernten Beruf denken und auch äußern? Ich habe eine kleine Umfrage dazu gestartet und folgende Aussagen aus dem  Bekanntenkreis und von Passanten aus meiner Heimatstadt erhalten:

Frage: Was halten Sie von der Berufsrichtung Pflege / Altenpflege?

G.M.B., 67 Jahre (Erzieherin im Ruhestand):
Ich finde es sehr wichtig, dass es heutzutage eine professionelle Pflege gibt, vor allem dass auch junge Leute sich zu diesem Beruf hingezogen fühlen. Es trifft alle Menschen einmal, bedürftig zu sein und angewiesen auf fremde Hilfe, eine gute Ausbildung schafft das Vertrauen und die Sicherheit, nicht nur für die Bedürftigen, sondern auch deren Angehörige.

H.J. G., 78 Jahre (Maurer im Ruhestand):
Als Mann könnte ich nie in einem Pflegeheim arbeiten, aber das hat wohl eher mit meiner eigenen Einstellung und Erziehung von damals zu tun. Ich bin zwar sehr dankbar, wenn mein Pfleger vom ambulanten Pflegedienst kommt und mir morgens sowie abends behilflich bei kleineren Verrichtungen der Körperpflege ist, doch ich könnte das nicht. Großen Respekt an die Jungs, die das können und tagtäglich mit Lust und großer Freude verrichten.

B. St., 17 Jahre (Schülerin im Gymnasium):
Ich möchte einmal Krankenschwester werden, kranken Menschen in einer Klinik helfen, wieder gesund zu werden. Aber in ein Altenheim, das ist nichts für mich, denn ich möchte nicht nur mit alten Menschen zu tun haben, sondern auch mal mit jungen Leuten in meinem Alter.

J. F., 29 Jahre (Kaufmännischer Angestellter eines Mobilfunkanbieters):
Nein, diese Arbeit ist nichts für mich, ich habe mich für einen kaufmännischen Beruf damals entschieden. Zwar habe ich ein Praktikum mal im Krankenhaus gemacht, aber das war mir schon nichts, die Patienten zu waschen und so. Aber Respekt denen, die das können und machen, meine Großeltern bekommen auch Unterstützung von einem Pflegedienst, ohne diesen würden die gar nicht mehr zurecht kommen. Klar ist es schade, dass ich oder meine Eltern keine Zeit dafür finden oder haben, andererseits schafft eine solche gesellschaftliche Entwicklung der Familien auch Arbeitsplätze.

K.H., 14 Jahre ( Schülerin einer Regelschule):
Als kleines Kind wollte ich immer Erzieherin oder Krankenschwester werden, mit der Zeit hat sich das aber verflüchtigt. Erstmal Schule zu Ende machen und dann ein Jahr ins Ausland als Au Pair arbeiten, oder ein FSJ /FÖJ/ FKJ machen, danach richte ich mich erstmal. Was dann kommt, keine Ahnung. Aber das geht doch vielen jungen Leuten hier so, keinen Plan von der Zukunft zu haben, alle wollen erstmal weg, sich ausprobieren und was entdecken. Altenpflege ist doch nur, den Leuten den Hintern abzuwischen. Nein das wäre nix für mich.

P.R., 9Jahre (Schüler einer privaten Grundschule):
Ich möchte später mal was mit Menschen machen, wenn ich groß bin. Ich finde es gut, dass sich viele für Krankenpfleger und so etwas interessieren, meine Mutter sagt immer, es wäre ein sicherer Job für die Zukunft.

Mutter von P.R., 44Jahre (Einzelhandelskauffrau):
Früh übt sich… wer schon in jungen Jahren seine Wünsche für die Zukunft richten kann, wird später einmal groß rauskommen. Gerade durch die demografische Entwicklung unseres Landes, d.h. alle werden älter und älter, werden viele junge aber auch ältere Menschen ihre berufliche Situation anders strukturieren müssen. Ich sage meinem Sohn immer wieder, in die Pflege oder Medizin musst du später mal gehen, das bringt dich weiter, vor allem wirst du immer einen sicheren Arbeitsplatz haben. An Ihnen, Oliver, sieht man ja, das der Beruf was bringt und Ihnen auch Spaß macht, sonst würden Sie sich ja nicht so einsetzen.

So unterschiedlich wie die Altergruppen der befragten Personen waren, so unterschiedlich aber auch die Antworten und Einstellungen zur Pflege in einem Altenheim oder der Berufszweig Altenpflege. Es sind nur Auszüge der Befragung, aber ich finde es zeigt, dass Pflege und Altenpflege einen guten Ruf bereits erhalten hat in den letzten Jahren, doch es muss noch einiges getan werden. Nicht ohne Grund gibt das Arbeitsamt sowie die Wohlfahrtsverbände jährlich Millionen von Euro in Öffentlichkeitsarbeit, Weiterbildung, Umschulungen und Imageverbesserungen aus.  Leute, zeigt, was ihr könnt, zeigt, was der Berufszweig schafft, welche Karrieremöglichkeiten jeder hat, vor allem wie viel Spaß die Arbeit macht und wie viel Dankbarkeit ihr von den Patienten, Bewohnern, Klienten und deren Angehörigen erhaltet.

Aktionstag AltenpflegePflege heißt für mich nicht nur: SATT , TROCKEN, SAUBER. Nein, es heißt Ganzheitlichkeit und Professionalität am Menschen mit Einschränkungen, Beratung der Angehörigen, der Betroffenen, Zeit mit den Leuten, Interesse, Akzeptanz, Toleranz, Verständnis und Spaß am Beruf und im Beruf. Ein lächelndes und zufriedenes Gesicht ist das perfekte Dankeschön eines jeden zufriedenen Bewohners. Also: AUF AUF IHR LEUT , SOZIAL HANDELN, SOZIAL GELIEBT WERDEN, SOZIAL VERSTANDEN WERDEN, SOZIAL AKZEPTIERT SEIN, SOZIAL BEZAHLT??? RAUS MIT EUCH AM AKTIONSTAG ALTENPFLEGE AM 12. MAI und zeigt was Ihr könnt und wollt, für euch und euren Zuwachs in Form von Azubis, Umschülern und Interessierten. 

Bis bald euer Oli

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