Albina (24) aus dem Kosovo: „Ich bin stolz darauf, wie weit ich gekommen bin“ (English version available)

Bei der Diakonie Württemberg läuft seit vier Jahren ein Projekt, in dem junge Menschen aus dem Kosovo nach Deutschland vermittelt werden, um hier eine Altenpflege-Ausbildung zu machen. Im Vorbereitungsjahr lernen sie zunächst Deutsch, im Frühjahr vor dem Ausbildungsbeginn im Herbst besuchen die zukünftigen Azubis ihre zukünftigen Einrichtungen. In zehn Tagen können sie sich ein erstes Bild machen von Deutschland, von den Pflegeheimen und den Fachschulen und von all dem, was sie erwartet. Zur Hospitation gehört sowohl die Mitarbeit in den verschiedenen Diensten als auch das Kennenlernen der zukünftigen Kollegen, Bewohner und Mitschüler. Auch der Spaß kommt nicht zu kurz! Bei einem Ausflug zum Frühlingsfest, zum Mercedes-Museum oder zur örtlichen Stadtmitte kann mehr über die deutsche Kultur lernen als in jedem Klassenzimmer. Albina Mrasori gehörte zu den ersten Projektteilnehmern und hat gerade bei der Evangelischen Heimstiftung ihren Abschluss als Altenpflegerin gemacht!

Read English text version below!

Mein Name ist Albina Mrasori, ich werde bald 24 Jahre alt, komme aus dem Kosovo und arbeite derzeit im Blumhardt-Haus in Uhingen. Meine Eltern haben damals im Fernsehen und in der Zeitung von dem Projekt erfahren und mir dann Bescheid gegeben. Ich fand es interessant, aber ich war sehr, sehr skeptisch. Ich dachte, dass es sich vielleicht um Betrug handelt, aber ich war sehr neugierig und habe mich beworben. Natürlich war es sehr schwer, das erste Mal ohne meine Familie so weit weg zu gehen und dann auch so weit entfernt von ihnen zu leben. Als ich hier in Deutschland ankam, wurde ich sofort von den anderen aufgenommen, sie hatten sehr viele Fragen über mein Heimatland. Die ersten Arbeitstage waren anstrengend. Ich war ehrlich gesagt jeden Tag todmüde, ich habe mich oft überfordert gefühlt, es waren zu viele Informationen auf einmal. Aber man gewöhnt sich daran. Besonders schwierig war der ganze Papierkram, um den man sich kümmern muss. Aber ich hatte Gott sei Dank viele Menschen, die immer da waren und mir geholfen haben. Am meisten vermisse ich aber meine Familie. Die Zeit in Deutschland hat mich sehr verändert. Ich bin in den fast drei Jahren selbstständiger und erwachsener geworden. Zum Schluss will ich nur sagen, dass ich mit meiner Entscheidung nach Deutschland zu kommen und diese Ausbildung zu machen, sehr zufrieden bin und auch stolz darauf, wie weit ich gekommen bin. Ich bin gespannt, was die Zukunft mir noch anbieten kann.

Albina (24) from Kosovo: „I am proud of how much I have achieved“

At Diakonie Württemberg, a project has been going on for four years, in which young people from Kosovo come to Germany in order to get a training as a geriatric nurse. During the preparatory year, the participants attend German classes. In the spring before the traineeship starts in autumn, the participants visit their future employers for an internship. During the ten day trip they get a first glance at ​​Germany, the nursing homes and the schools and everything else that awaits them. The internship includes getting to know the future colleagues and accompanying them at work, meeting residents of the nursing homes and classmates. The young Kosovars also do a lot of fun things like visiting a spring festival, the Mercedes Museum or the city center for shopping. You can learn more about the German culture during these excursions than in any classroom! Albina Mrasori was one of the first participants of the project and has just graduated after her traineeship at Evangelischen Heimstiftung:

“My name is Albina Mrasori, I will soon be 24 years old. I come from Kosovo and currently work in the Blumhardt House in Uhingen. My parents learned about the project on television and in the newspaper and then informed me. I thought it was interesting, but I was very, very skeptical. I thought maybe it was a scam, but I was very curious and applied. Of course, it was very hard for me to travel this far for the first time without my family, and then live so far away from them. When I arrived here in Germany, I was welcomed warmly by the German colleagues, they had a lot of questions about my home country. The first days were exhausting. To be honest, I was very tired every day, I often felt overwhelmed, it was too much information at once. But you get used to it. Especially difficult was the whole paperwork, which has to be taken care of. But thank God many people were always there to help me. Most of all, I miss my family. The time in Germany changed me a lot. I have become self-confident and grown up in almost three years. I am very satisfied with my decision to come to Germany and to do this training and also proud of how much I have achieved. I am curious what the future will be like.“

 

Azubine Maja

Veröffentlicht von

34 Jahre alt, Referentin Jugendkommunikation Online beim DW EKD

Schreibe einen Kommentar