Fragen aus unserer Berufsberatung: Ein sozialer Beruf ohne Pflege? Karrieremöglichkeiten für Altenpfleger?

Dass man bei der Berufsorientierung tausend Fragen hat und manchmal leicht panisch wird, ist ganz normal! Wir sind gerne für euch da und helfen unter sozialeberufe@diakonie.de, www.facebook.com/sozialeberufe oder per WhatsApp unter 01520-8981477.

Julian: Ich bin 32 und bei meiner Karriereplanung auf eure informative Seite gestoßen. Ich bin gelernter Altenpfleger mit der Weiterbildung zur Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege und habe die Fachhochschulreife. Da ich mich gerne weiterbilde und evtl. auch mal in anderen Bereichen in der Pflege arbeiten möchte, ist meine Frage – ob es bei der Diakonie in Niedersachsen, Raum Hildesheim, Möglichkeiten eines Trainee-Programmes oder eines dualen Studiums (Ausbildung) gibt? Oder einfach eine passende Stelle, die zu meiner Qualifikation passt und ob es noch Möglichkeiten eines Aufstiegs gibt? Evtl. habt ihr weitere, nützliche Informationen für mich, es kann in sämtliche Bereiche gehen (z. B. Ansprechpartner der Personalabteilungen, Kooperationspartner, Berufsschullehrer).

hand_aquarell_0Antwort: Folgende Angebote im Bereich Pflegestudiengänge habe ich für dich gefunden: Die Diakonie Wolfsburg bietet Praxisplätze für das berufsbegleitende Studium des Bachelors Pflege, den Studium-Teil absolvierst du in diesem Fall an der Ostfalia Hochschule. Die Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld bietet einen berufsbegleitenden Bachelor Pflege. Das sind die beiden nächstgelegenen Angebote für Hildesheim. Weitere Angebote kannst du in unserem Ausbildungsstätten-Navigator recherchieren, wenn du nach „Pflegestudiengänge“ filterst. Von einem Trainee-Programm in der Altenpflege habe ich noch nicht gehört. Als Weiterbildung kommen für dich natürlich nicht nur die Bachelor-Pflegestudiengänge infrage, sondern auch die Managementstudiengänge wie Management im Sozialwesen. Damit kannst du später die Einrichtungsleitung übernehmen. Für Altenpfleger gibt es außerdem noch die Weiterbildungen: Hygiene- und Qualitätsmanagement, Gerontopsychiatrie, Palliativpflege. Oder du könntest das Ziel anstreben, selbst Ausbilder für Altenpfleger zu werden. Normalerweise macht man für dieses Karriereziel eine Pflegeausbildung, sammelt ein paar Jahre Berufserfahrung und dann macht man entweder eine Weiterbildung zum Lehrer für Pflegeberufe an einer Fachschule oder ein Studium Richtung Pädagogik. Hier weitere Infos.

Marianne: Ich habe mich entschlossen eine Umschulung bzw. eine Ausbildung zur Sozialassistentin zu machen. Allerdings bin ich ein wenig verwirrt, Sozialassistentin, Sozialhelferin, Sozialpädagogische Assistentin? Ist das alle das selbe, ist der Ausbildungsinhalt immer gleich? Mich hatte die Mischung aus Erziehung, Altenpflege und Heilpädagogik fasziniert, doch es kommt mir vor, als ob in der Ausbildung der Kindergarten sehr im Vordergrund steht. Ich stelle mir vor nach der Ausbildung in einer beratenden oder betreuenden Tätigkeit zu arbeiten. Lieber wäre mir auch eine Duale Ausbildung, finde aber immer nur Schulen. Wäre eine Ausbildung auch mit einem Weiterbildungsgutschein vom Jobcenter möglich? Ich wohne in Schleswig-Holstein, sehr dicht an Hamburg. Wie finde ich jetzt eine Ausbildungsstelle oder einen Weiterbildungsträger der mich nicht nur auf den Beruf der Erzieherin vorbereitet, sondern möglichst breit gefächert ist? Wie kann der Werdegang nach der Ausbildung aussehen im Bezug auf den Arbeitsplatz oder einer Weiterbildung?

hand_aquarell_0Die Ausbildung heißt je nach Bundesland etwas anders: Sozialassistentin, Sozialhelferin, Sozialpädagogische Assistentin, Kinderpflegerin, Sozialbetreuerin, dauert unterschiedlich lange und hat auch teils etwas andere Inhalte. In jedem Fall ist es eine Grundausbildung, die dir den Einstieg in die sozialen Berufe ermöglicht, und von der aus du andere Ausbildungen anschließen kannst. Die Sozialassistentin/Sozialhelferin bereitet dich auf Altenpflege, Erzieher, Heilerziehungspfleger (Achtung, NICHT Heilpädagogin wie du schreibst) und Hauswirtschafter vor. Es ist vorgesehen, dass du während dieser Ausbildung in jedes dieser Arbeitsfelder reinschnupperst und dich hinterher entscheidest, in welche Richtung du weitermachst. Ein Berufseinstieg als Sozialassistent ist theoretisch möglich, aber praktisch gibt es so gut wie keine Stellen für Sozialassistenten, da es eine Grundausbildung ist und der Berufseinstieg danach nicht vorgesehen ist. Kinderpfleger und Sozialpädagogische Assistentin dagegen bereitet nur auf den Erzieher vor, da machst du dann in diese Richtung weiter. Dies sind alles schulische Ausbildungen, die gibt es nicht dual. Alternativen sind die anderen Helferausbildungen, die auf konkrete Berufe vorbereiten: Altenpflegehelfer, Heilerziehungspflegehelfer bzw. Heilerziehungspflegeassistent, Pflegehelfer/Pflegeassistent, diese sind dual, also Praxis und Schule gemischt. Alle unsere Ausbildungsstätten findest du hier. Schau einfach, was bei dir in der Nähe angeboten wird! Rund um Hamburg haben wir z.B. diese Ausbildungsstätte. Dort wird aber nur Sozialpädagogische Assistenz angeboten, Sozialassistenz gibt es dort nicht. D.h. wenn du nicht umziehen willst (z.B. nach Berlin, wo es Sozialassistenz gibt), dann müsstest du dich VOR der Ausbildung entscheiden, ob es eher in die Pflege gehen soll (dann Pflegehelfer wählen) oder eher in die Erziehung (dann Sozialpädagogische Assistenz). Ob ein Bildungsgutschein angenommen wird, müsstest du bitte direkt mit der Ausbildungsstätte deiner Wahl klären. Die Kontaktdaten findest du im Navigator. In einer beratenden Tätigkeit wirst du nach keiner dieser Ausbildungen arbeiten, sondern direkt in der Betreuung oder Pflege. Für die beratenden Berufe musst du den Bachelor Soziale Arbeit studieren.

Ann-Kathrin: Ich bin 19 Jahre alt und habe nach meinem Hauptschulabschluss (3,8) 2 Jahre Schwerbehinderte gepflegt (FSJ, BFD). Nun bin ich seit September in meiner einjährigen Ausbildung zur Altenpflegehelferin und werde Ende August damit fertig sein. Im September möchte ich nach Frankfurt (Umgebung) ziehen. Ich möchte einen sozialen Beruf (aber auf keinen Fall Pflege oder mit Kindern), mit dem ich gleichzeitig meinen Realschulabschluss erreiche. Ich bin auch sehr kreativ (Kunsttherapie?). Großes Interesse übt auch die Psychiatrie auf mich aus!

hand_aquarell_0Antwort: Es ist etwas schwierig, dir Tipps zu geben, wenn du von vorneherein die Möglichkeiten so sehr eng eingrenzt (keine Pflege, keine Kinder). Also soziale Berufe, in denen Kreativität und/oder handwerkliches Geschick gefragt ist, sind Ergotherapeut und Arbeitserzieher. Die Zugangsvoraussetzungen sind unterschiedlich, manchmal reicht ein Hauptschulabschluss plus abgeschlossene Erstausbildung, manchmal braucht man mittlere Reife. Über Kunsttherapie kann ich dir nichts sagen, da die Diakonie das nicht anbietet und unser Angebot ja von der Diakonie ist. In die Psychiatrie kommt man entweder durch ein Studium wie Psychologie, Soziale Arbeit, aber das kommt ja mit deinem Schulabschluss nicht infrage. Oder durch eine Weiterbildung wie z.B. Geriatrische Psychiatrie, Sozialpsychiatrie – aber dazu brauchst du erst eine abgeschlossene Ausbildung als Altenpflegerin oder Krankenpflegerin. Also entweder du erwärmst dich doch für die Pflegeausbildung oder es muss doch eher in Richtung Ergotherapie/Arbeitserziehung gehen. Alle Ausbildungsstätten der Diakonie in Frankfurt und drumherum findest du hier, allerdings bieten wir da hauptsächlich Altenpflege und Krankenpflege an. Ob du gleichzeitig den Realschulabschluss machen kannst, müsstest du direkt bei den Einrichtungen in deiner Nähe recherchieren. Meistens wird das allerdings auch bei der Alten- und Krankenpflege angeboten, eher nicht bei den „kreativen Berufen“. Weitere Infos für Bewerber mit Hauptschulabschluss haben wir hier zusammengetragen.

Carolin: Ich bin 16 Jahre alt und werde dieses Jahr voraussichtlich den Realschulabschluss machen. Ich habe auch schon einen Ausbildungsplatz zur Sozialassistentin sicher. Aufgrund meiner Mathematikschwäche habe ich in Mathe eine nicht so gute Note. Meine Mutter möchte aus Sicherheit, dass ich mich woanders noch bewerbe, falls es nur ein Hauptschulabschluss wird. Ich habe mich im Internet auf die Suche gemacht, komme jedoch nicht weiter. Mein Traum ist es, mit Kindern und Jugendlichen, aber auch älteren Herrschaften zu arbeiten. Ich wohne in Dresden und finde einfach keinen Job, wo ich eine Ausbildung beginnen könnte. Ich möchte später gerne mal Erzieherin ausüben.

hand_aquarell_0Antwort: In unserem Special „Mit Hauptschulabschluss in die sozialen Berufe“ haben wir alle Infos zusammengetragen. In und um Dresden betreibt die Diakonie eine Einrichtung, die dich mit Hauptschulabschluss nimmt. Dort kannst du Pflegehelferin werden. Das führt dann nicht in Richtung Erzieherin, aber du hast ja gesagt, du würdest auch mit älteren Menschen arbeiten. Deutschlandweit haben wir natürlich noch mehr Einrichtungen, die z.B. Kinderpfleger anbieten, der Beruf wird je nach Bundesland auch mit Hauptschulabschluss angeboten und führt in Richtung Erziehung. Alle Einrichtungen bundesweit findest du hier.

Azubine Maja

Veröffentlicht von

34 Jahre alt, Referentin Jugendkommunikation Online beim DW EKD

18 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo.
    Ich bin 43 und seit 20 Jahren in der Altenpflege als gelernte tätig.

    Ich würde mich gerne verändern,am liebsten im Bereich mit Behinderten.
    Gibt es Möglichkeiten als Examen. Altenpflegerin eine Annerkennung in anderen sozialen oder pflegerischen Berufen zu erlangen?

    Ein Wechsel ist nur dann möglich wenn ich mich von der Bezahlung nicht verschlechter.

    Sabine

    • Azubine Maja

      Hi Sabine, ich weiß, dass Altenpfleger auch in der Behindertenhilfe (also auf Stellen, die eigentlich für Heilerziehungspfleger ausgeschrieben sind) eingesetzt werden. Und ich weiß, dass unsere größeren Träger, die sowohl Altenhilfe- als auch Behindertenhilfe-Einrichtungen unter ihrem Dach haben, es ihren Mitarbeitern ermöglichen, das Arbeitsfeld zu wechseln, z.B. die Stephanus-Stiftung in Berlin http://www.stephanus.org. Es gibt viele Weiterbildungen für Heilerziehungspfleger zum Altenpfleger, aber umgekehrt habe ich bisher noch nichts gefunden, aber du kannst ja auch mal googeln „Weiterbildung Heilerziehungspflege für Altenpfleger“. Ansonsten würde ich an deiner Stelle einfach mal bei Einrichtungen der Behindertenhilfe, die Personal suchen, anrufen und fragen, ob sie dich auch als Altenpflegerin nehmen, d.h. ob du dich bewerben kannst. LG, Maja

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich bin 33 Jahre alt und fange im August
    die Ausbildung zur staatl. anerkannten Altenpflegehelferin an.
    Obwohl ich ein zweijähriges Praktikum im Altenheim absolviert habe
    und 4 Jahre selbständig/freiberuflich deutschlandweit als 24h Pflegerin gearbeitet
    habe wird das alles nicht anerkannt als Altenpflegehelferin.
    Welche Möglichkeiten bieten sich mit diesen Vorraussetzungen
    Ich habe desweiteren einen Hauptschulabschluss und Hauswirtschaftshelferin 3 Jahre gelernt?! Ich verstehe überhaupt nichts.

    • Azubine Maja

      Hallo Jennifer, aber wenn du im Sommer eine Ausbildung als Altenpflegehelferin anfängst, hast du doch schon einen guten Plan!? Karrieremäßig ist es eher so gedacht, dass man nach der Hauswirtschaftshelferin die normale Hauswirtschafterausbildung macht und dann evtl. sich dann noch weiterbildet zur Dorfhelfern, Diätassistentin o.ä. Wenn du jetzt in die Pflege gehst, ist das ja ein ganz anderer Bereich. Dass du da schon Vorerfahrungen hast, ist super, aber die Ausbildung zur Altenpflegehelferin ist ja sowieso schon ganz kurz (1-2 Jahre). Du hast schon viel Praxiserfahrung, aber es gibt eben auch noch viel Theorie zu lernen. Es ist eher so gedacht, dass du, wenn du danach noch mit der normalen Altenpflege-Ausbildung weitermachst, die Altenpflegehilfe-Ausbildung anerkannt bekommst, und dann also die Altenpflege-Ausbildung verkürzen kannst. Alles ist bundeseinheitlich in diesem Gesetz geregelt: http://www.gesetze-im-internet.de/altpflg/BJNR151310000.html#BJNR151310000BJNG000101308
      LG, Maja

  3. Ich bin exam. Altenpflegerin und mich interessiert, in welchen Berufsfeldern ich mit meiner Ausbildung ausser in der Altenpflege noch tätig sein kann.
    1. Kann man als exam. Altenpflegerin auch in einem Kindergarten den Job einer Sozialassistentin ausüben?
    2. Wie sieht es im Begleitenden Dienst aus für exam. Altenpfleger? Wäre man für diese Tätigkeit überqualifiziert und hätte man in diesem Bereich überhaupt Aufstiegsmöglichkeiten?
    Vielen Dank und freundlichen Gruß

    • Azubine Maja

      In einem pädagogischen Beruf wie Erzieher kannst du als Altenpflegerin ohne zusätzliche Ausbildung leider nicht arbeiten, da fehlt dir das pädagogische Wissen. Quereinstiegsmöglichkeiten gibt es in anderen Pflegebereichen wie Heilerziehungs- oder Krankenpflege. Weiterbildung für Altenpfleger gehen ansonsten in Richtung Palliativ Care, Wundmanagement, Qualitätsmanagement, Praxisanleitung. Wenn es dich interessiert, in die Verwaltung einer Einrichtung zu arbeiten, bräuchtest du eine Weiterbildung in Richtung Betriebswirtschaft. Je nach Schulabschluss und Jahren der Berufserfahrung kann man an Fachhochschulen Pflegewissenschaft oder Pflegemanagement studieren. Als Alltagsbetreuer (Begleitender Dienst) bist du tatsächlich überqualifiziert. Da verdienst du auch weniger. LG, Maja

  4. Hi. Bedanke mich erstmal das es euch gibt. Habe sie versucht auch unter der angegebenen Nr zu kontaktieren per WhatsApp. Zu meiner Frage. Ich bin kurz vor meiner (Altenpfleger) exam und mag gerne mich in dem Bereich weiter spezialisieren.. denke auch über Selbständigkeit nach oder auch Ernährungs technisch würde mich auch ansprechen. Habe zumindest diese Ziele. Wie sollte ich voran gehen. Die fachoberschulreife besitze ich was ich nach der Ausbildung habe weiss ich nicht. Hoffe das sie mit weiter helfen können Tipps oder irgendwelche selbst Erfahrungen. Ob es Sinn macht selbständig zu werden.

    MfG

    Emre

    • Azubine Maja

      Hi Emre, also Berufe rund um Ernährung wären Diätassistent (Ausbildung) oder Studium Ökotrophologie. Eins von beiden bräuchtest du, um dich als Ernährungsberaterin selbstständig zu machen (gibt’s auch als Fernstudium oder berufsbegleitend). Fortbildungen gibt es in dem Bereich auch, aber dann eher für Altenpfleger die weiter in ihrem Beruf arbeiten möchten. Unsere AUsbildungsstätten für Diätassistenten findest du unter http://www.soziale-berufe.com/ausbildungsstaetten-navigator. Das Studium bietet die Diakonie nicht an, soweit ich weiß. Über die Zugangsvoraussetzungen informiert dich die konkrete Ausbildungsstätte, für die du dich entscheidest, die können sich unterscheiden. Wenn du googelst „Selbstständigkeit als Altenpfleger“ findest du einiges. Eine wirklich gute Info-Seite kenne ich leider nicht. Es ist sehr schwer, als Ein-Personen-Unternehmen Kunden zu finden, denn erstens musst du alles alleine machen: Kundenwerbung, Buchhaltung, Pflege etc. und zweitens wollen die Kunden meist umfangreiche Leistungen wie rund um die Uhr Notruf, Urlaubsvertretung, etc. Das kann man alleine kaum abdecken. Eine Selbstständigkeit kann nur Erfolg haben wenn du einen kleinen ambulanten Pflegedienst gründest, einen Businessplan machst und dich bei einer Existenzgründungsberatung coachen lässt. Sonst droht der Burnout. LG, Maja

  5. Hallo, ich beende meine Ausbildung am 31.12.2016 als exam. Altenpflegerin und eigentlich möchte ich in kein schichtsystem mehr und deswegen meine frage wo kann ich denn noch überall arbeiten ?
    Finde es übrigens sehr schön das es euch gibt und man seine Fragen stellen kann und auch antworten bekommt.

    Liebe grüße Vicky .

    • Azubine Maja

      Liebe Vicky,
      wir gratulieren dir zum Abschluss! Die Schichtarbeit ist natürlich ein wesentlicher Bestandteil in der Pflege, denn es müssen Menschen 24h lang betreut, versorgt und assistiert werden. Allerdings gibt es auch noch weitere Arbeitsfelder, wie z.B. in Beratungsstellen für alte Menschen (Pflegeberatung), im Lehrbereich, in einer Sozialstation oder bei den Medizinischen Diensten der Krankenkassen. Es hängt davon ab, welche Richtung du einschlagen möchtest und welche Qualifikationen du zusätzlich noch brauchst. Möglicherweise möchtest du auch in die Heimleitung oder in den Verwaltungsbereich, dann könnten auch eine weitere Ausbildung, wie z.B. Kauffrau im Gesundheitswesen oder ein Pflegestudium für dich in Frage kommen. Sicherlich ist es ratsam, zunächst als Altenpflegerin zu arbeiten und dir weitere Berufserfahrungen anzueignen. Anschließend kannst du durch Fort- und Weiterbildungen dich qualifizieren und deinen Weg gehen.
      Wir drücken dir die Daumen!

  6. Hallo ich bin 26 Jahre alt und arbeite seit knapp 10 Jahren in der Pflege, davon 6 Jahre als Pflegefachkraft.
    Da mein Familienleben im Moment sehr unter meiner Arbeit leidet ( arbeite ausschließlich im Spätdienst) und ich keine Kraft mehr habe Wochenende und Feiertage zu arbeiten möchte ich gerne einen anderen Weg einschlagen. Meine Wunsch wäre es als Pflegeberaterin bei einer Krankenkasse zu arbeiten.
    Ist dies ohne Weiterbildung möglich??

    • Azubine Maja

      Liebe Susi,
      es gibt auf der Website vom GKV-Spitzenverband – der zentrale Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen – Informationen zu dem Thema Pflegeberatung und Qualifikation für Pflegeberater https://www.gkv-spitzenverband.de/pflegeversicherung/beratung_und_betreuung/pflegeberatung/pflegeberatung.jsp . Leider können wir keine Auskünfte für Krankenkassen bundesweit geben, daher empfehlen wir dir, dich auf dieser Website und bei der jeweiligen Krankenkasse zu erkundigen, die Pflegeberater suchen. Mit deiner Berufserfahrung hast du sicherlich schon Pluspunkte, und manche Krankenkasse bieten auch zusätzliche Qualifikationen für Pflegeberater an.
      Wir wünschen dir viel Erfolg!

  7. Hallo,
    Ich bin 26 j.a , exam. altenpflegerin und habe gerade angefangene medizin zu studieren. Ich hätte gern ein paar Tipps wie, ich mein Studium finanzieren kann (Bafög würde mich abgelehnt). Ich habe keine Führerschein. Ich möchte ungern in der Altenpflege tätig sein, wie die aktuelle Lage sind, wenn ich arbeite gehen würde, könnte ich in den gleiche Tag nicht lernen gehen, es nimmt zu viel Energie weg.

    • Azubine Maja

      Liebe Ketsia,
      in unserem Beitrag zu „Wie finanziere ich meine Ausbildung“ findest du verschiedene Tipps von Bafög, Wohngeld bis zu Stipendien unter http://www.soziale-berufe.com/wie-finanziere-ich-meine-ausbildung . Es gibt sicherlich verschiedene Möglichkeiten, dein Studium zu finanzieren, es fällt uns jedoch schwer, dir allgemeine Tipps zu geben, weil dieses von deiner Situation abhängt. Hast du dich bereits bezüglich Bafög erkundigt oder wieso glaubst du, dass dieses nicht möglich ist? Häufig bieten auch Hochschulen oder Studierendenvertretungen Infos an zur Finanzierung. Wir empfehlen dir daher auch vor Ort, dich zu erkundigen und dich mit anderen Studierenden auszutauschen. Arbeiten neben Studium ist immer eine Herausforderung! Um so wichtiger ist es, dass du realistische Ziele hast und deine Energie gut einteilst, v.a. bei einem Medizin-Studium.
      Wir wünschen dir viel Erfolg!

      • Hallo Maja,
        Ich kenne diese Möglichkeiten, trotzdem muss ich arbeiten gehen als Ergänzung (klein prozent). Wie gesagt, ich kann kein Bafög bekommen. Was sind Möglichkeiten arbeiten zu gehen ohne führerschein, der nicht so anstrengend ist als auf Stationen?

  8. Hi,

    ich bin 31 Jahre alt, wohne derzeit noch in München, habe 2007 die Ausbildung zur Altenpflegehelferin abgeschlossen, anschließend habe ich 2010 die Altenpflegeausbildung abgeschlossen.
    Ich habe dann bis Juni 2014 in dem Beruf der Altenpflege gearbeitet, mit 1 Jahr Unterbrechung wegen Elternzeit.
    Damals bin ich in der Pflege dann zusammengebrochen, weil ich dann auch eine Trennung hinter mir hatte und es dann irgendwie alles zu viel war.
    Da ich aber nicht Zuhause rum sitzen wollte habe ich dann von 2015 bis Juli diesen Jahres eine Ausbilung zur Kinderpflegerin gemacht um auch die mittlere Reife zu bekommen.
    Leider habe ich mir auch von vielen Leuten etwas einreden lassen.
    So viel erst mal zu mir.

    Da ich aber gerne wieder in die Pfege möchte und auch die Pflege und Verantwortung während der Kinderpflegeausbildung sehr vermisst habe, wollte ich euch fragen, wie man das am Besten in die Bewerbung rein schreibt.
    Da ein Arbeitgeber sich natürlich wundert, warum ich aus der Pflege raus bin, Kinderpflege gelernt hab und nun wieder in die Pflege möchte.
    Hätte ich denn überhaupt Chancen, wieder in der Pflege eingestellt zu werden?

    Mein Plan ist auch, Familienbedingt aus München wegzugehen in Richtung Giesen.

    Für hilfreiche Antworten wäre ich sehr dankbar.

    Bitte keine bösen oder blöden Kommentare.

    • Azubine Maja

      Hallo Eileen, warum sollten wir böse oder blöde Kommentare machen? Das Leben ist nicht planbar und deine Situation absolut nachvollziehbar. Dass du Durchhaltevermögen und Eigeninitiative hast, zeigen die vielen Ausbildungen, die du durchgezogen hast. Ich würde das alles genau so in die Bewerbung reinschreiben, nur etwas selbstbewusster und sachlicher: „Nach der Ausbildung zur Altenpflegehelferin und Altenpflegerin musste ich aus privaten Gründen (Trennung) eine Auszeit nehmen. Den Wiedereinstieg habe ich mit der Ausbildung zur Kinderpflegerin gemeistert, möchte mich nun jedoch zurück in die Pflege orientieren.“ Viel Erfolg! LG, Maja

  9. Hallo … Ich heiße Christine, bin knapp 57 Jahre alt , seit fast 30 Jahren in der Pflege als Altenpflegerin. Davon seit 17 Jahren in ein und der selben Einrichtung. Nun bin ich seit 9 Monaten krank geschrieben. Was kann ich tun? Ich bin noch ne Pflegefachkraft vom alten Schlag. Meine Chefin hat nicht gerade die Selbstständigkeit ihrer Mitarbeiter gefördert. Mit freundlichen Grüßen Chr.ZP

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