Fragen aus unserer Berufsberatung: Als BWLlerin ins Sozialmanagement? Mit Realschulabschluss in die sozialen Berufe?

Gerne beraten wir euch zu euren Fragen rund um die sozialen Berufe – über WhatsApp, Facebook oder per Mail an sozialeberufe@diakonie.de. Hier eine Auswahl an häufigen Fragen – vielleicht ist die richtige Antwort schon dabei?

Louise: Aufgrund eines Ehrenamtes interessiere ich mich sehr für den sozialen Sektor, ich habe jedoch eine kaufmännische Ausbildung gemacht und BWL studiert. Welchen Studiengang in Richtung Sozialmanagement können Sie empfehlen? Wäre es damit möglich, später eine Einrichtung zu leiten? Ist ein Quereinstieg mit BWL möglich? Können sie mir alternativ einen Studiengang Soziale Arbeit empfehlen?

hand_aquarell_0Antwort: Alle unsere Infos für Quereinsteiger findest du zunächst hier. Hier findest du ein Interview mit Raphael, der genau das gemacht hat, was dir vorschwebt: Vom BWLler ins Management einer sozialen Einrichtung. Also ja, es klappt! Es ist eine sehr gute Idee, dich mit einem Managementstudiengang weiterzuqualifizieren. Dabei spielt es eigentlich keine Rolle, welchen Studiengang du genau wählst, wichtig ist nur, dass er irgendwas mit „Sozial“ oder „Pflege“ mit im Titel hat, z.B.  „Management IM SOZIAL- UND GESUNDHEITSWESEN“, „PFLEGEmanagement“, „SOZIALmanagement“, Bachelor Gesundheits- und Pflegemanagement, Bachelor Management im Sozial- und Gesundheitswesen, Master Sozialmanagement oder Master Management in Social Organisations. Weitere Infos hier. Den Studiengang Soziale Arbeit würde ich dir für deine Pläne nicht empfehlen. Erstens ist dieser meist sehr überlaufen, viele Leute studieren Soziale Arbeit und du hebst dich dann nicht von der Masse ab. Mit einem Managementstudiengang gelingt dir das besser! In die Einrichtungsleitung führt dieser Studiengang auch normalerweise nicht. Wenn du es trotzdem probieren willst, findest du hier unsere Ausbildungsstätten, die den Studiengang anbieten.

Jacqueline: Ich interessiere mich für die offene Kinder- und Jugendarbeit. Sprich Häuser der Jugend, Beratungsstellen (Mobbingopfer). Da ich selber in dem Bereich Erfahrungen gesammelt habe, möchte ich anderen Kindern gerne helfen. Ich habe eine abgeschlossene Ausbildung (Zahnmedizinische Fachangestellte), jedoch keinen Realschulabschluss! Letztes Berufsschulzeugnis leider mit 3,8. Daher wollte ich mich nochmal erkundigen ob ich daher jetzt gar keine Chance habe in meinen Traumberuf zu gelangen bei Ihnen? Sowohl als SPA oder Erzieher?

hand_aquarell_0Alle Infos für Quereinsteiger in die sozialen Berufe haben wir hier für dich zusammengetragen. Alle Infos für den Einstieg in die sozialen Berufe mit Hauptschulabschluss gibt es hier. In den von dir genannten Einrichtungen arbeiten vor allem Sozialarbeiter und weniger Erzieher. Für Sozialarbeit müsstest du aber studieren. Wenn du über die Erzieher-Ausbildung in diesen Bereich reinrutschen willst, was nicht unmöglich, nur eben eher ungewöhnlich ist, musst du ganz klar von Anfang an selbstständig dafür sorgen, dass dich jedes Praktikum während der Ausbildung und möglichst noch zusätzliche freiwillige Praktika in solche Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit bringt und dass du dort Kontakte zu möglichen Arbeitgebern knüpfst und dich als Arbeitskraft anbietest. Mit Hauptschulabschluss und abgeschlossener Erstausbildung kannst du nicht gleich in die Erzieherausbildung einsteigen, sondern je nach Bundesland müsstest du vorher den Sozialassistenten, Sozialpädagogischen Assistenten oder Kinderpfleger machen. Für diese Ausbildungen reicht manchmal der Hauptschulabschluss, manchmal aber auch nicht. Such dir in unserem Ausbildungsstätten-Navigator die Ausbildungsstätten in deiner Nähe raus, die die o.g. Grundausbildungen anbieten und schaue dort nach den Voraussetzungen! Falls der Hauptschulabschluss in deinem Bundesland nicht reicht, findest du im o.g. Special Alternativen für deinen Einstieg mit Hauptschulabschluss.

Vincent: Ich komme aus Sachsen, bin 16 Jahre alt und habe vor, den Realschulabschlluss mit 2,3 zu bestehen. Ich möchte gerne mit Menschen arbeiten, weil ich gut mit Menschen umgehen kann, in Sachsen bleiben und nicht schlecht verdienen. Ich weiß nicht, wohin mit mir, könnt ihr mir helfen?

hand_aquarell_0Ist doch gut, dass du schon mal weißt, dass du was mit Menschen machen willst, dann bist du schon mal einen Schritt weiter! Reich wirst du in keinem sozialen Beruf. Aber du verdienst auch nicht so schlecht wie alle immer sagen. Die Diakonie zahlt bundesweit nach Tarif und im Branchenvergleich überdurchschnittlich. Schau dir doch hier mal alle Berufe an und schau, was für dich näher infrage kommt. Das hängt davon ab, ob du mit Kindern, mit alten, kranken oder behinderten Menschen arbeiten möchtest. Wenn du dir eine Ausbildung suchst, bei der du die Fachhochschulreife bekommst, kannst du danach sogar studieren und etwas mehr verdienen.

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