„Soziale Berufe sind in“: Sarah macht die Krankenpflegeausbildung

Hey, ich bin Frederik, 14 Jahre alt, und mache gerade mein Schülerpraktikum hier bei der Diakonie Deutschland im Bereich Kommunikation für zwei Wochen.

Ich habe mich vor kurzem mit ein paar Aufgaben über soziale Berufe beschäftigt und da wurde ich gefragt, vielleicht ein Interview mit jemandem zu führen, der in einem sozialen Beruf tätig ist oder überlegt, mit einem anzufangen. Da ist mir sofort eine Bekannte namens Sarah (17), in den Kopf gekommen, die gerade ein ganzes Jahr in Australien verbringt und danach mit einer Krankenpflegeausbildung anfangen möchte:

F: Wie stehst du allgemein so zu sozialen Berufen und wer denkst du kann alles einen sozialen Beruf ausüben?

S:  Also ich finde soziale Berufe schon gut und ich finde es auch sehr wichtig, dass es sie gibt, weil man dadurch eigentlich auch  Menschen helfen kann. Aber ich find das sollte auch, wenn jemand sowas machen will, einem gut liegen. Ich find jetzt, dass nicht jeder einfach so einen sozialen Beruf machen soll, wenn’s dem Menschen gar nicht liegt.

F: Ja da hast du vollkommen Recht! Was stellst du dir vor, musst du alles als Krankenschwester für Aufgaben übernehmen und wirst du vielleicht Erfahrungen von deinem Auslandsjahr in Australien mit in die Ausbildung nehmen?

S: Ich darf jetzt bald, nach den Osterferien wahrscheinlich, eine Art Praktikum in einer Kinderkrippe in Australien machen, weil in einem Krankenhaus das noch nicht geht, da ich noch minderjährig bin. Bei der Kinderkrippe, denke ich, werde ich auch nochmal ein paar Erfahrungen sammeln können. Meine Aufgaben generell werden dann sein, sich natürlich als Krankenschwester um die Patienten zu kümmern, aber auch wenn es zum Beispiel Kinder sind, dann mit den Eltern Kontakt aufzunehmen und den Eltern erzählen, wie es dem Kind geht und sie dann zu unterstützen, wenn das Kind  zum Beispiel für eine OP vorbereitet werden muss. Dann halt noch so die üblichen Aufgaben wie Verbände anlegen, waschen, Blutdruck messen und so was eben.

F: Das hört sich alles echt interessant an. Wo wirst du eigentlich ganz genau die Krankenpflegeausbildung machen?

S: Ich fang meine Krankenpflegeausbildung im Olgahospital Krankenhaus in Stuttgart an. Das ist das größte Kinderkrankenhaus, glaube ich, in Baden Württemberg.

F: Okay cool und warum hast du dich genau für den Beruf so entschieden, wenn ich fragen darf?

S: Das war eigentlich schon immer so mein Wunsch Kinderkrankenschwester zu werden, genauer gesagt seit ich in der dritten Klasse war. Da war ich mit meinem Vater im Krankenhaus und dann fand ich das dort total spannend und dann dachte ich, was kann man noch so machen, außer Arzt zu werden, denn das wollte ich nicht so und das war so meine erste Sache. Denn ich mag es, Leuten zu helfen und sie zu ermutigen. Außerdem kann ich ganz gut Menschen helfen und ich mag es, sie zu unterstützen.

F: Okay, zusammenfassend hätte ich noch eine letzte Frage an dich, nämlich wozu denkst du, dass soziale Berufe einfach wichtig sind für unsere Gesellschaft?

S: Ich denke das ist einfach wichtig, dass zum Beispiel im Krankenhaus, wenn es Leuten jetzt nicht so gut geht, dass einfach Menschen da sind, die ihnen helfen oder auch trösten können und das in sozialen Berufen einfach Menschen da sind, die anderen Leuten helfen können. Denn ja klar, nicht jeder kann einen sozialen Beruf machen oder ist dafür geeignet.

F: Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, mit mir zu skypen. Ich wünsche dir noch alles Gute, während der Zeit deiner Krankenpflegeausbildung.

S: Kein Problem, danke hat mich gefreut dich zu hören.

Mehr Erfahrungsberichte über die Krankenpflege: Krankenpfleger Martin (34): „Eine vierjährige Pflegeausbildung wäre gut!“

 

Der Text: Diakonie/Frederik Schmitt

Azubine Maja

Veröffentlicht von

34 Jahre alt, Referentin Jugendkommunikation Online beim DW EKD

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